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Was bisher alles geschah

Bereits im Jahre 1612 wird von den ersten Wohnhäusern "Auf der Hast" berichtet. Nach dem 30jährigen Krieg der Pest von 1616-1628, einer Wolfsplage im Haster Wald, Hexenverfolgungen und der Teilung der Grafschaft Schaumburg, bei der Haste anschließend zur Grafschaft Hessen gehört, wird 1726 zum ersten mal ein Mitglied der Familie Seegers urkundlich erwähnt: Curd Heinrich Dietrich Seegers

Seither ist die Familienchronik lückenlos und berichtet von Krieg, Arbeit, Tradition, Trauer und Freude.

Curd Heinrich Dietrich Seegers wird 1732 auf Geheiß der königlich kurfürstlichen Kanzlei in Rinteln ins Verzeichnis aller Hausbesitzer aufgenommen. 1750 wird sein Sohn Hans Heinrich, 1775 sein Enkel, ebenfalls mit Namen Hans Heinrich, geboren.

Im Jahre 1783 wird zum ersten Mal die Grützemühle erwähnt, die später an dieser Stelle von der Familie Seegers als Ölmühle betrieben wurde. 1801 freut sich Hans Heinrich über die Geburt seines Sohnes Johann Otto Seegers. 1806 bricht der Krieg mit Frankreich gegen Napoleon I aus.

Nachdem die Grafschaft Hessen nun in das Königreich Westphalen übergeht und nach französischem Vorbild in Departements, Distrikte und Kantone eingeteilt wird, gehört Haste zum Kanton Sachsenhagen und wird nach franz. Gesetzgebung regiert. Doch nur bis 1813.

Es brechen die Befreiungskriege aus, und auch Männer aus Haste kämpfen mit, um sich von Frankreich zu lösen. 1844 wird Hans Heinrich Wilhelm Seegers geboren. Zwei Jahre später beginnt der Bau der ersten Eisenbahn durch Haste, eine direkte Ost-West-Verbindung: Hannover-Minden-Köln.

Diese hervorragende Verkehrsanbindung ist sicherlich ein guter Grund für Johann Otto Seegers, 1865 das "Gasthaus zum Bahnhof" zu gründen und die Konzession zum "Ausschank von Brandwein und Bier" zu erhalten. Doch noch sind Ölmühle und Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle der Familie.

Konrad Seegers, Enkel des Gasthausgründers, wird 1874 geboren, und davon kann sein Großvater auch der Verwandtschaft in der Ferne berichten, denn auch in Haste macht der Fortschritt nicht halt: Seit 1870 ist in dem neu eingerichteten Postamt das erste Telefon in Betrieb.

Lange Zeit war Frieden in Deutschland, doch Konrad Seegers, Urenkel des Johann und nach seinem Vater genannt, ist gerade 14 Jahre alt als der 1. Weltkrieg ausbricht. 20 Männer aus Haste fallen und Feldfruchtdiebstähle nehmen zu; die Menschen aus den benachbarten Städten leiden Hunger.

Nach Kriegsende betreibt Konrad Seegers eine Tankstelle, die jedoch bald wieder geschlossen wird.
Als er Karoline Schirmer heiratet, wird 1929 ein für die damalige Zeit hochmoderner Festsaal an das Gasthaus angebaut; ein Hochzeitsgeschenk seiner Schwiegereltern.

Konrads Sohn, Gerhard Seegers, wird 1938 geboren. Er erlebt 1943 mit seiner Mutter Lina und seiner Schwester Anneliese die verstärkten Luftangriffe auf Hannover mit. Haste nimmt viele ausgebombte Familien auf. Während des Krieges dient der Festsaal der Wehrmacht als Lager, danach den Vertriebenen als erste Unterkunft.

Doch auch hier müssen Verdunkelungsvorschriften und die Polizeistunde eingehalten werden. Tagelang fallen manchmal die Nachrichtenverbindungen aus. 1944 fliegen fast täglich "Heckenspringer" über Haste: Tiefflieger, die auf alles schießen, was sich bewegt.

Die letzten Kämpfe im Gebiet Rinteln finden 1945 statt, Haste ist von Bodenkämpfen Gott sei Dank verschont worden. Endlich ist wieder Frieden. Doch der Krieg ist auch an der Familie nicht spurlos vorbeigegangen: Konrad Seegers bleibt vermisst. Das Gasthaus wird ab 1955 von seiner Frau Karoline weitergeführt, die von allen Stammgästen "Tante Lina" genannt wird.

1962 heiratet Gerhard Seegers seine Verlobte Margarete Koller, die als Eisenbahnertochter aus Waltringhausen kommt. Sie steigt bei Lina mit ein und führt mehr und mehr die Geschicke des Hauses weiter. 1963 wird ihr Sohn Dietmar geboren.

Bis in die 70er Jahre hinein wird neben der Gastronomie noch die Land- und Viehwirtschaft betrieben. Doch die Entwicklungen in der Landwirtschaft mit sinkenden Erträgen zwingen zum Verkauf der Tiere und zur Verpachtung der Ländereien. Gerhard Seegers tut dies nur schweren Herzens.

Margarete lenkt die Geschicke des Betriebes insgesamt 45 Jahre lang. Sie erweitert, baut an und schont sich selten, meist ist sie morgens die Erste und Abends die Letzte. 2008 muss sie aus gesundheitlichen Gründen das Handtuch werfen. Dietmar Seegers übernimmt 2009 den Staffelstab und eröffnet die Rockmeile und baut die Gartenwirtschaft aus.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht...!

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